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Integrationspreis der Stadt Bern

Integrationspreis der Stadt Bern 2011

Zum achten Mal wurde der Integrationspreis der Stadt Bern verliehen. Hannah Einhaus, die Herausgeberin von "Die Welt in Bern" hat ihr Projekt ebenfalls angemeldet. Ich nutzte die Gelegenheit bei der Preisverleihung am 28.6.2011 dabei zu sein. Der herrliche Tag lud mich ein, von der Matte in die Elfenau zu marschieren. Wir alle waren gespannt wer den nun den Integrationspreis und den Förderpreis erhalten würde. Jedes der 19 Projekte hatte eine reele Chance, so auch das Projekt "Welt in Bern". Gemeinderätin Edith Olibet hielt eine passende Rede zum Thema Integration. Dann verkündete sie kurz und schmerzlos die Gewinner des diesjährigen Integrationspreises.
Die Stadt Bern vergibt den Integrationspreis 2011 dem Verein „Theater Ararat“. In diesem Verein arbeiten Menschen unterschiedlicher Herkunft gemeinsam an Theaterproduktionen. Diese Arbeit führt zu einem interkulturellen Netzwerk und ermöglicht gelebte Integration. Der Förderpreis 2011 geht an das Männerprojekt „Vater sein in der Schweiz“. „Theater Ararat“ ist eine stetig wachsende Gruppe von theaterbegeisterten Menschen mit schweizerischem, kurdischem und türkischem Hintergrund. In den gut zehn Jahren ihres Bestehens brachte die Theatergruppe drei Stücke zur Aufführung. Die Produktionen regen das Publikum an, über Themen wie Fremdsein, Integration oder den Umgang mit gesellschaftlichen Unterschieden nachzudenken. Das letzte Stück mit dem Titel „Ein Heimspiel“ wurde nicht nur in verschiedenen Schweizer Städten, sondern auch auf deutschen und österreichischen Bühnen gespielt. Die Jury unter der Leitung von Gemeinderätin Edith Olibet würdigte die ausdauernde, kontinuierlich fortgeführte Arbeit von „Theater Ararat“. Sie anerkennt, dass die Gruppe die Ressourcen ihrer Mitglieder nutzt und fördert. Gelebter Austausch und Alltagshilfe.


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Und dann wurde der Förderpreis vergeben. Und der Förderpreis ging an das Projekt für „Vater sein in der Schweiz“ „Vater sein in der Schweiz“ bringt Berner Väter mit Migrationshintergrund zu Gesprächsrunden zusammen. Die Männer reden über die Rolle des Vaters in verschiedenen Ländern, über ihre Familie und über die Erziehung ihrer Kinder. Auch Themen wie Demokratie, Schulsystem und Gesundheitswesen kommen zur Sprache. Die beiden Gesprächsleiter sind selber Migranten und Väter. Sie wurden im Rahmen eines Pilotprojekts der beiden Organisationen Väternetz.ch und Elternbildung Schweiz zu Moderatoren ausgebildet. Für die Jury war zentral, dass mit „Vater sein in der Schweiz“ ein Projekt in der Region Bern wächst, das ausdrücklich Männer mit Migrationshintergrund anspricht. Beratungs- und Austauschangebote für zugewanderte Väter fehlten bisher weitgehend. Das Pro-jekt stelle eine wichtige Ergänzung zu den bestehenden Frauenprojekten im Integrationsbereich dar. Beide Preise sind heute Dienstag in feierlichem Rahmen von Gemeinderätin Edith Olibet an die Verantwortlichen der Siegerprojekte übergeben worden.
Auch wenn Hannah Einhaus keinen Preis gewonnen hat, kann sie auch ein bisschen stolz sein, dass zwei Porträtierte aus dem Buch "Die Welt in Bern" den Förderpreis gewonnen haben. Gasim Nasirov aus Aserbaidschan und Yohannes Berhane aus Eritrea - wir gratulieren herzlich. Und die musikalische Umrahmung des feierlichen Programms machte ein weiterer Porträtierter aus dem Buch - Mario Batkovitc - es war ein Genuss ihm zuzuhören und mit seiner Musik berührte er mein Herz. Seine Aussage "Es ist zu früh Schweizer zu werden und es ist zu spät Jugo zu sein", beschäftigte mich auf meinem Heimweg von der Elfenau in die Matte.


Mehr Bilder vom Kultursprung vom Samstag 25. Juni und von der Integrationspreisleihung finden Sie hier.

 


Öffnungszeiten

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(C) Rosmarie Bernasconi / Einfach Lesen Bern