Buchladen und Verlag

Einfach Lesen, Bern

Rezension - What ist Love

Markus von Känel: What is Love? Gedanken zum Wahnsinn der Liebe

Knapp siebzig Kolumnen zum Thema „Liebe“ liefert der Autor Markus von Känel, der trotz langjähriger Medienerfahrung einen natürlichen und tiefgründigen Stil beibehält. Er verzichtet auf jede Oberflächlichkeit zu Gunsten einer vielseitigen Darstellung des ältesten Themas der Welt. Es geht um erste verstohlene Blicke auf das neue Gegenüber sowie um Aspekte des Kennenlernens, des Abwägens, der Risikobereitschaft und des Trennens. Altersgrenzen gibt es scheinbar nicht, erste Jugendlieben werden ebenso beleuchtet wie gescheiterte Ehen. Mit einem gesunden Mass an Ironie befasst sich von Känel mit Methoden zur Bewältigung von Beziehungskonflikten und nimmt ihnen die Schwere. Die Form der Kolumne deutet darauf hin, dass sich alles im Leben wiederholt, und dass Freud und Leid in Zyklen auftreten. Schlussendlich wird klar, dass Liebe mehr bedeutet als das gemeinsame Verbringen eines Lebensabschnitts.

Der Hinweis auf die willkürliche Zusammenstellung der Episoden lässt den Leser auf das Ausbleiben eines roten Fadens im Sinne einer stringenten Handlung schliessen. Zwischen den Zeilen stellt die durchgängige Unverkrampftheit des Autors eine Hommage an die Ehrlichkeit dar.

Rezension von Simone Klein - selber Autorin - mehr Infos hier

Buchmesse Olten - Bericht

 

Die sechste Buchmesse in Olten ist nun vorbei. Es war das dritte Mal, dass ich mit einem Stand dabei war und ich denke, dass es meine Letzte gewesen ist. Das Konzept zwischen Buchhandel und Verlag eine Einheit zu bilden scheint mir in weite Ferne gerückt. Die Bedürfnisse können nicht unterschiedlicher sein. Der eine möchte Bücher verkaufen –­ wer nicht – der andere Gespräche mit seinen Leserinnen und Leser führen. Mit Schokolade, Gummifröschli, Kirschstängeli, Guetzli, Prospekten oder einem Augenzwinkern werden die Leute an die Stände gelockt. In der Mitte des Raumes locken hunderte von Bücher. Die Bücher sind schön aufgereiht nach Romanen, nach Bestsellern, Fantasy, Krimis und „Billigbücher“, die man früher nur in Bookstops gefunden hat. Die Menschen haben Zeit, in den Bücher zu schmökern.

Die Verleger und Autoren warten an ihren Ständen auf Kundschaft. Bibliothekarinnen kommen mit ihren Kisten und Listen und schauen sich in den grossen Bücherhaufen um, streichen fleissig ab, was sie gefunden haben. Ihre Blicke bleiben auf den Tischen haften, in ihrem Rahmen, in ihren Listen. Gerne hätte ich, wenn auch ein Buch aus meinem Verlag, in diesen Bücherkisten gelandet wäre. Selten sind die Blicke nach oben in die Gestelle der Verlage gerichtet. Die Gesichter der Autoren und Verleger sind freundlich, nett, fröhlich - werden immer mürrischer und länger.

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Nur einer strahlt, er spricht jeden und jede an, er verkauft seinen Roman. Schaut weder links nach rechts, die Gemeinschaft ist im unwichtig und die Bedürfnisse der andern lässt er links liegen. Von Neid und Missgunst ist die Rede. Die zarten Autorenseelen leiden. Die Bedürfnisse könnten nicht unterschiedlicher sein und schlussendlich will jeder nur das Eine, nämlich seine Bücher verkaufen – selbstverständlich auch ich.  Sehnsüchtig schaue ich auf die Bücherberge, die Leserinnen und Leser an die Kasse der Buchhandlung tragen. Ich hatte das Glück neben Beat, einem Antiquar, mein Gestell zu haben, den wir haben uns herrlich unterhalten und uns sehr gefreut, wenn einer von uns beiden wieder etwas verkaufen konnte. Genso stelle ich es mir vor, dass man sich gegenseitig unterstützt.

Wie schwierig ist es für die Organisatorin, die unterschiedlichen Bedürfnisse zusammen zu bringen? Ist es überhaupt möglich, dass Buchhandel und Verlag an einer Messe tatsächlich harmonieren können? Ist es so, dass Gespräche von Verlegern nur dahin, gehen mit möglichen Autoren ins Gespräch zu kommen, oder soll es Platz für neue Leserinnen und Leser geben?

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Wollen wir überhaupt noch in Kontakt kommen, angesprochen werden. Oder sind uns Kontakte lästig? Ist es nicht einfacher sich Kopfhörer aufzusetzen, mit dem iPhone zu spielen, sich ablenken zu lassen? Oder lassen wir der Leserin oder dem Leser genügend Zeit in unseren Büchern zu schmökern ohne, dass wir ihn gleich ansprechen? Vielleicht entwickelt sich die Buchmesser auch zu einer antiquarischen Messe, denn in einigen Jahren wird es vermutlich mehr elektronische- als gedruckte Bücher geben!

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Buchmesse Olten

Verlag Einfach Lesen an der Buchmesse in Olten -

ich freue mich, den einen oder andern ander Buchmesse in Olten anzutreffen.

Öffnungszeiten 2011
Donnerstag, 3. November   10 – 18 Uhr
Freitag, 4. November           9 – 18 Uhr
Samstag, 5. November        9 – 18 Uhr
Sonntag, 6. November        9 – 16 Uhr

Pia Gloor wird Donnerstag und Freitag jeweils von 12.00 - 18.30
im Laden anzutreffen sein
im Buchladen an der Badgasse 4 in Bern sein und

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