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Simon Beckett

Buchcover Die Chemie des TodesWarum nicht zur Abwechslung einen Thriller von einem guten englischen Autor lesen, wenn draussen kühle Nebelschwaden Strassen und Wälder umhüllen?

Dr. Hunter wollte nichts mit Verbrechen zu tun haben, d.h. nicht mehr. Er war der beste forensische Anthropologe Englands gewesen und suchte nach einem tragischen Unfall, bei dem er Frau und Kind verlor, als Landarzt in einem abgelegenen Dorf Ruhe und Distanz zu aller Hektik. Er übernahm die Praxis des örtlichen Hausarztes, der – ebenfalls nach einem Unfall – an den Rollstuhl gebunden war. Die beiden Ärzte kamen einander näher, es entstand eine trügerische Freundschaft, denn der alte Hausarzt spielte eine dubiose Doppelrolle.

Als Modergeruch zwei spielende Kinder zu einer entsetzlich verwesten Leiche führte, wurde Dr. Hunter von seiner Experten-Vergangenheit eingeholt. Er musste der Polizei bei der Spurensuche helfen, Geschlecht, Alter sowie Todesursache und –zeit eruieren und wurde, als weitere Leichen gefunden wurden, stärker in den Fall verwickelt, als ihm lieb war. Er verliebte sich in eine Frau, die plötzlich auf eheimnisvolle Art verschwand und ein weiteres Opfer des Mörders zu werden drohte.

Simon Beckett ist nicht nur ein spannender Thriller gelungen. Er zeichnet auch nach, wie ein Verbrechen eine ganze Dorfbevölkerung zu verunsichern vermag, wie Misstrauen und Verdächtigungen den Frieden in offene Feindseligkeit verwandeln können. Die Einwohner, die jahrzehntelang einträchtig nebeneinander lebten, misstrauen sich gegenseitig und sehen im Nachbarn den möglichen Mörder. Wie in jedem guten englischen Kriminalroman ist das ganze Geschehen geheimnisumwittert, manche sehen nachts Gespenster, es wird dann und wann ein bisschen gruselig.

Teddy Buser (2009)


Buchinformationen

Die Chemie des Todes
Simon Beckett
430 Seiten, Taschenbuch
Piper Serie
ISBN 978-3-499-24197-0