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zschokkeMatthias Zschokke, Lieber Niels

Der „Lieber Niels“ ist Niels Höpfner. Mit ihm pflegt der Schriftsteller und Filmemacher Matthias Zschokke seit 2002 einen fast täglichen Mail-Verkehr. Und wie alle andern Menschen schreiben auch Schriftsteller in ihren E-Mails gerade das, was ihnen durch den Kopf geht, was sie im Moment am meisten beschäftigt, an- oder aufregt. Bloss – Schriftsteller schreiben ein bisschen besser und interessanter als Normalbürger. 

Während Empfänger der E-Mails von Normalbürgern die Mails von Zeit zu Zeit zu löschen pflegen, archiviert Niels Höpfner alles, was er von Matthias Zschokke empfängt. Zwischen 2002 und 2009 kommen so Tausende von E-Mails zusammen. Sie enthalten Ansichten und Einsichten zu Geschehnissen auf der Welt, Meinungen zu Kunst, Literatur, Musik, Theater, Film, Fussball, Politik und Politikern, Theaterkritiken sind darunter, Kollegenschelte und Neidbezeugungen. Man erfährt einiges über die Angst des Schriftstellers, vom Feuilleton missachtet, von Verlag und Preisverleihern abgelehnt zu werden. Es hat Äusserungen in „Lieber Niels“, die einzig für Niels bestimmt waren, die Zschokke so sonst kaum öffentlich zu äussern gewagt hätte. Gerade das macht das Lesen und Herumstöbern in dieser Mails-Sammlung so spannend.

Matthias Zschokke hatte die Mails keineswegs mit der Absicht geschrieben, sie zu veröffentlichen. Dazu hat ihn schliesslich „Lieber“ Niels Höpfner überredet. Überreden müssen. Und das ist gut so. Das Buch lebt von der Spontaneität, vom Interesse eines wachen Geistes an allem, was geschieht und von persönlichen Befindlichkeiten, in die man sich gut und gern hineinfühlen kann.

Teddy Buser (2011)

Buchinformation

Matthias Zschokke, Lieber Niels
762 Seiten, Gebundene Ausgabe
ISBN 978-3-8353- 0909-8