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Pete Dexter

Pete Dexter DeadwoodDer Wilde Westen bescherte uns im Teenager-Alter bewegte Lese- und Filmstunden. Die Helden hiessen Buffalo Bill, Wild Bill Hickok, Billy the Kid. Sie überstrahlten alle anderen Personen, waren sauber, edel, unverwundbar.

Im Roman “Deadwood” von Pete Dexter wird zwar das Leben von Wild Bill Hickok nacherzählt, der Wilde Westen aber ganz anders dargestellt als ich ihn in Erinnerung habe. Die Helden huren und saufen, waten durch knietiefen Matsch auf der Mainstreet, sind krank, vom Leben gezeichnet, waschen sich selten, leben in armseligen Schuppen und frieren in den ungeheizten Räumen. Achtzig Prozent aller Frauen sind Prostituierte.

Das Buch beginnt mit einem Treck, den der Unternehmer Charly Utter in das neue, aufstrebende Goldgräber-Städtchen Deadwood in South-Dakota führt. Mit dabei sind Händler, Huren, Falschspieler, Gaukler und eine Menge anderer Glücksritter. Mit dabei ist auch Wild Bill Hickok, der beste Freund des Charly Utter. In der Folge zeichnet Dexter ein Sittenbild der damaligen Zeit, als der Westen wirklich noch wild war. Er beschreibt die Kämpfe um das nackte Leben, um Pfründe und Vorteile, erzählt Geschichten von unerwiderter Liebe.

Schliesslich taucht auch die berühmte Calamity Jane auf, die sich nach Wild Bill Hickok verzehrt. Der mag sich nicht um sie kümmern, ernährt sich hauptsächlich von Pink Gin und reibt seinen geschundenen Körper mit Quecksilber ein. Gemäss geschichtlichem Hintergrund wird Hickok schliesslich von hinten erschossen von einem, der mit dieser Tat berühmt werden will. Hickock wird auf dem Boothill begraben. Dort will auch Calamity Jane hin - neben Hickok. Er soll ihr im Tod nicht mehr entwischen.

Teddy Buser (2011)


 

Buchinfo

Pete Dexter: Deadwood
Gebundene Ausgabe, 448 Seiten
ISBN-13 9783935890823