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Gabriele Hoffmann

Cover Das Haus an der ElbchausseeKiel, 1813. Die junge Madame Godeffroy bringt am 1. Juli einen Sohn zur Welt, Johann César. Gabriele Hoffmann, Historikerin, setzt mit diesem Datum in der Geschichte der grossen Hamburger Kaufmannsfamilie auf. Zuerst Aussenseiter, dann der Aufstieg und schliesslich der Niedergang des Imperiums. Hamburg ist Zollfreistadt, deren Kaufleute die führende Oberschicht bilden. Dabei ist es Gebot, kaufmännisch und weltmännisch zu Handeln, das Vermögen zu mehren und diesen "Credit", den Wert des Familiennamens an kommende Generationen weiterzugeben.

Akribisch sammelt Hoffmann noch so kleine Puzzlesteinchen zusammen um die Familiengeschichte zusammen zu tragen. Reeder, Werftinhaber, Gründer eines Eisenwerkes, ja Südseekönig, immer weiter voran trieb es den Kaufmann und seine Brüder. In jedem wichtigen Amt der Stadt redeten die Godeffroys mit. Als einer der ersten Reichen in Hamburg liess sich César an elbabwärts ausserhalb der Stadt eine Villa bauen und einen Park; das Haus steht heute noch.

Doch wo viel Geld zu holen ist, bliebt man nicht lange alleine. Konkurrenten machen den Spitzenplatz streitig, die Zeit der Segelschiffe wird von Dampfen abgelöst, andere Wirtschaftstandorte arbeiten effizienter - ganz wie heute. Verblüffend aktuell auch ein grosses finanzielles Erdbeben in Europa, ausgelöst durch faule amerikanische Immobilenkredite. Die Familie ging durch alle Höhen und Tiefen gemeinsam. Die Politik der Herrschenden im Reich um 1900 schliesslich geben dem Familienimperium den Todesstoss. Doch wo sind eigentlich die Godeffroyschen Millionen geblieben?

Roman oder Geschichtsbuch, Studie oder Wirtschaftskrimi? Alles miteinander und eine spannende, aktuelle und aufschlussreiche Lektüre aus dem Norden Deutschlands

Peter Maibach (2009)


Buchinformationen

Das Haus an der Elbchaussee
Gabriele Hoffmann
519 Seiten
Piper Serie
ISBN 978-3-492-23047-6