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binzubloedFragt sich Sybille Herbert in ihren Bericht aus Absurdistan, der den Untertitel „Der Handy-Hotline-Technik-Terror“ trägt. In den drei umfassend ausgeloteten Bereichen  Überforderung, Bedienbarkeit und Service trägt Herbert  Geschichten aus dem alltäglichen Umgang mit Technik zusammen, den wir schon fast als gegeben hinnehmen. Selber Artikel an der Kasse einscannen in Einkaufsmärkten, Selbstbedienungsautomaten, Möbel selber montieren, Telebanking, PC-Support - immer mehr werden Kunden als ungelernte, billige Teilzeitmitarbeiter eingesetzt. Deren Arbeit wird als Spass und neue Selbständigkeit angepriesen.

Beginnt das Buch zuerst locker noch und amüsant mit Beiträgen wie „Lost im Parkhaus“, wächst mit fortschreitender Lektüre die Erkenntnis, dass die Anwender einer Technokratenwelt ausgeliefert  sind, die wenig kundenfreundlich ist. Einziger Lichtblick für Schweizer Leserinnen und Leser ist, dass einige Beispiele typisch für Deutschland sind, und dass sie hier (noch) nicht nachgeahmt werden. Aber dennoch: wer durchschaut noch den Tarifwirrwarr bei der mobilen Telefonie? Welche Krankenkasse ist optimal? Was muss ein moderner Fernseher können?

Oder um mit Sibylle Herbert zu sprechen: Hilfe, meine Mikrowelle versteht mich nicht.

Peter Maibach (2010)


Buchinformation

Sibylle Herbert
Bin ich zu blöd?
Paperback, 222 Seiten
Kiepenheuer & Witsch
ISBN 978-3-462-04154-5