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Karl Lüüond

Buchcover Ringier bei den LeutenMit 520 Seiten liegt ein gewichtiges Werk in der Hand und verspricht manche gute  Stunde Lesezeit. Doch beim ersten Durchblättern bleibt der Blick an den zahlreichen grossen Fotos hängen die unzählige Erinnerungen wecken:

Der erste Blick, der bei uns zu Hause wie eine Geheimakte in den Berner Bund eingehüllt ins Haus kam. "Bund avec" nannten das die listigen Kioskfrauen. Oder da war doch der Rex Gildo, wie war der einmal jung!  Ein Topbild nach dem andern erzählt aus der Ringierwelt von den Anfängen um 1833 bis heute.

Beim zweiten Durchgang, jetzt auf den Text konzentriert erlebe ich die Mediengeschichte der Schweiz aus der Sicht des Verlagshauses im Zeitraffer. Die Entwicklung und somit auch das Buch hängt stark mit der drucktechnischen Entwicklung in der Industrialisierung zusammen. Wir erleben aber auch hautnah, wie aus der perfekten und unpolitischen Heftlifabrik eine Medienkonzern wird, dessen Druckerzeugnisse in mehr oder weniger jeder Schweizer Haushaltung anzutreffen sind und Meinungen bilden helfen.


Dass bei dieser rasanten Entwicklung nicht unbedingt ein geschäftlicher Schmusekurs gefahren wurde, verschweigt der Autor fairerweise nicht. Neben den geschäftlichen Höhenflügen werden auch die weniger erfreulichen Erfahrungen offengelegt. Um so glaubwürdiger erscheinen Geschichte und Geschichten rund um Journalisten, Fotografen und Redaktoren, die wöchentlich und täglich für Lesestoff sorgten.

Peter Maibach (2008)


Buchinformation

Ringier bei den Leuten
Die bewegte Geschichte eines ungewöhnlichen Familienunternehmens
520 Seiten
www.nzz-libro.ch
ISBN: 978-3-03823-400-5