Öffnungszeiten

Öffnungszeiten

Di - Fr
12.00 - 18.00
Samstag

10.00 - 16.00

 

Am Dienstag
09. Juli ist der Laden
ab 17.00 geschlossen

 

Alex Capus, Der König von Olten

Der König von Olten ist ein schwarzweisser Kater, der über die Altstadt herrscht. Er heisst offizielle „Toulouse“, aber niemand weiss warum. Schon gar nicht der Autor des Kurzgeschichten Bändchens, der ohnehin vieles nicht weiss. Aber er erlebt unheimlich viel in der kleinen Stadt mit ihren 17'700 Einwohnerinnen und Einwohnern und vernimmt unheimlich viel über einige handverlesene Oltnerinnen und Oltner. Das allerdings führt auch wiederum zu einem, wenn  auch ganz besonderen Wissen. Also stimmt das zuerst gesagte nur bedingt. Capus weiss das Zeug nicht unbedingt akademisch, sondern total pragrmatisch. Nur so ist es möglich, Dinge zu erzählen, die man vom Hörensagen kennt, die man fühlt und sich darüber so seine Gedanken macht. Das sind halt eben die Geschichten, die das Leben schreibt, und das sind einfach immer die besten.

Capus schreibt also, was in Olten so abgeht, worüber sich die Leute ärgern oder freuen. Eine ganz spezielle Geschichte ist die Titelgeschichte mit eben dem schwarzweissen Kater, der „Toulouse“ heisst. Der Kater kann vieles, was andere Katzen nicht können. Er kann beispielsweise Türen öffnen, besucht so Privatwohnungen, Ladengeschäfte und Coiffeursalons. Wer so einfach überall hineinblickt, weiss einiges zu berichten, weiss über manches Bescheid, was er nicht sehen oder wissen und schon gar nicht laut sagen sollte. Zum Beispiel, dass der Polizeikommandant, weil er mit seiner Chefin nicht klarkommt, seit einem Jahr als Krankgeschriebener die Stadtbeizen frequentiert oder dass es unter den Gewerbetriebenden manchen Schwarzgeldbesitzer gibt.

Alex Capus weiss so Zeug und deutet sie in seinen bekömmlichen, kurzen Geschichten an, wird da und dort sogar deutlich. Im Grossen und Ganzen aber geht er liebevoll mit seinem Olten und den Bewohnern um. Deshalb ist sein Büchlein lesenswert und unterhaltsam.

Teddy Buser, 2010


Buchinformation

Alex Capus, Der König von Olten
115 Seiten, Gebundene Ausgabe, Knapp Verlag
IBSN 978-3-905848-17-5
CHF 25.-

 

Quartiergeschichten aus der Berner Matte

von Rosmarie Bernasconi - mit Illustrationen von Adrian Zahn

Buchcover der weisse ElefantDort, wo die Aare sanft einen Bogen um die Stadt Bern macht, dort wo das Münster die Flussschwelle behütet, dort unten liegt die Matte. Ein Altstadtquartier geprägt von Handwerkern, Schiffleuten, Gerbern, Taglöhnern und Gastarbeitern, von Bars und Clubs, von leichten Mädchen und schweren Jungs, von Künstlern, Architekten, Werbeleuten, ein Dorf mitten in der Stadt.

Die Matte-Geschichten leben auf der Strasse. Wagen Sie die paar Schritte hinein in die Gassen und Lauben am Aareufer. Es gibt viel zu sehen, Ernstes und Lustiges, Altes und Junges und vielleicht sogar weisse Elefanten - einfach Geschichten aus dem Alltag der Berner Matte. Die Geschichten sind verwoben zwischen Realität und Fantasie - so wie Geschichten eben sind!

 


 

Buchinformation

ISBN 3-9523399-9-7, ca: 200 Seiten CHF 20.-
im Juni 2005 erschienen

 

Der Katzechismus von Fritz Kobi

katzeDer Katzechismus, wie ihn Fritz Kobi sieht, ist ein Frage- und Antwortspiel mit der alten Katze Bibi. Der Fragende, ein in die Jahre gekommener Werber und Lebemann, will von seinem vierbeinigen Lebensgefährten wissen, woran es denn liege, dass die Menschen immer mehr an Ängsten leidend dahin vegetieren, als wären sie die unglücklichsten aller Tiere. Die Katze nimmt bei ihren Antworten kein Blatt vor den Mund.Die als Kolumne im Berner Bär erschienen "Selbstgespräche mit einer Katze" eroberten sofort einen grossen und begeisterten Leserkreis.Die Kurzgeschichten "Warnung vor dem Hunde" schildert einen Rentner, der seine langjährige Ehefrau und Freundin verliert und sich einen Hund zu neuen Lebensgefährten macht. Damit beginnt sein Verderben. Einfach Lesen.

 


Buchinformation

ISBN 3-9523399-7-0 ca. 144 Seiten

Kurzgeschichten mit Warnung vor dem Hunde, Fritz Kobi
erschienen ist dieses Buch im 2004 und ist nach wie vor lieferbar

John Irving

Buchcover Imaginäre FreundinVom Schreiben und Ringen, so lautet der Untertitel dieses für John Irving eher  schmalen Buches. In zwanzig Geschichten zeichnet der Autor ein Selbstporträt, das für jeden Irving - Fan ein Leseerlebnis ist. Die auf den ersten Blick seltsam scheinende Verbindung zwischen Romane-schreiben und Leistungssport wird auf spannende und amüsante Weise durchleuchtet.

Wer gerne Irving liest, findet in den Geschichten oft die biografische Basis für spätere Romanpassagen. Figuren und Handlungen wirkten auf mich nach der Lektüre der imaginären Freundin noch realer und vertrauter. Besonders beeindruckt die Zeit vor dem schriftstellerischen Durchbruch, in der es Irving gelingt, Familie, Freunde , Studium und Sport unter einen Hut zu bringen und zudem noch Romane zu schreiben, die ihm später Weltruhm einbrachten.

Doch noch ist es nicht soweit, noch verkauft der später gefeierte Schriftsteller Erdnüsse an Footballspielen und jobbt sich als Kellner durch.

Mit dem Erschein von "Garp und wie er die Welt sah" gelang der literarische und finanzielle Durchbruch.  Das hinderte den Autoren aber nicht daran, weiterhin seine Freude am Ringen auszuleben, jetzt als Coach seiner Söhne.

Wenn schon Autobiographie, dann so. Das Buch liest sich angenehmen ist unterhaltend und zudem gespickt mit spannenden Tatsachen aus dem Leben eines Autors, der wirklich etwas zu sagen hat.

Ein Fototeil zeigt sowohl den jungen Sportler wie den reifen Autoren auf seinem Weg.

Peter Maibach (2008)


Buchinformation

John Irving
Die imaginäre Freundin
164 Seiten
Diogenes Verlag, Zürich
ISBN: 978-3-257-06121-8

Donnerstag, 17. September 2009

Billy Büchergestelll gegen Big Mac

billy
Ein Artikel ist mir heute im 20 Min. besonders ins Auge gestochen.

"Billy löst den Big Mac ab
Bereits legendär für den Kaufkraftvergleich ist der Big-Mac-Index. McDonald’s bekanntester Burger mit Rindfleisch, Zwiebeln, Salat und Gurken wird in über 100 Ländern gefuttert. Nun gibts für den Index aber Konkurrenz durch ein Büchergestell. Und die Schweiz schneidet im Regal-Vergleich besser ab als in der Frikadellen-Rangliste."

Diesen Vergleich kann ich tatsächlich nachvollziehen. Ich weiss nicht, wie viele Billygestelle ich in meinem Leben schon gekauft habe. Damals, es war glaube ich 1988, habe ich in der IKEA Spreitenbach 5 Billy Gestelle gekauft. Peter, mein damaliger Freund und jetztiger Ehemann, schraubte die 5 Gestelle in Wettingen zusammen. Gleichzeitig haben wir 6 weitere Gestelle für seine Wohnung in Bern erstanden. Nach dieser Kaufattacke schworen wir gemeinsam, nie mehr Billygestelle zu kaufen und vor allem keine mehr zusammen zu schrauben. Aber weit gefehlt. Nach rund zehn Jahren entschlossen wir uns alle Regale mit einem Kleber "zum mitnehmen" auf die Strasse zu stellen. Diese gingen jeweils weg wie "warme Weggli". Zwei/drei Jahre kamen wir mit andern Büchergestellen aus und dann packte uns das Billyfieber wieder. IKEA wir kommen - und schon hatte ich mein Auto vollgepackt mit nigelnagelneuen Billys.

Im 2006 richtete ich meinen Buchladen ein. "Bitte keine Billygestelle für den Laden", meinte ich etwas überheblich. "Gut, dann nehmen wir eben Journalist", sagte Peter. Dank Akkuschrauber schraubten wir die Journalist easy zusammen. Immerhin gut zwei Jahre fand ich die Journalistgestelle super. An Weihnachten 2008, wir hatten gerade nichts besseres zu tun, schraubten wir die zweijährigen Regale auseinander und stellten sie in den Keller. Am 27.12. um 09.00 in der früh stand ich vor den Toren der IKEA in Kirchberg. Ich füllte meinen kleinen Opel Corsa mit 2 Meter hohen Gestellen, selbstverständlich waren es Billy Regale. Die Verpackungen liess ich in Kirchberg, denn sonst hätte ich mein Auto nicht vollpacken können. Ein weiteres Mal wurden neue Büchergestelle montiert. Ich glaube ich habe in den letzten Jahren mehr Billygestelle gekauft als Hamburger gegessen.