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grosse_glueckRoman von Kajsa Ingemarsson

Es ist nie zu spät fürs Glück. Das Leben von Schriftstellerin Stella Friberg gleicht einer Baustelle: Sie ertappt ihren Freund in flagranti, mit dem neuen Roman geht es nicht voran und jetzt steht auch noch ihre schöne Wohnung, die sie mit so viel Liebe eingerichtet hat, unter Wasser. So kann es nicht weitergehen und Stella ist der Verzweiflung nahe. Doch da tritt der junge Johnny Strandberg in ihr Leben, der nicht nur ihre Wohnung, sondern auch ihr Leben renoviert. Die schwedische Bestsellerautorin Kajsa Ingemarsson hat einen heiteren und bewegenden Roman über eine junge Frau geschrieben, die ihr Glück wieder neu schmiedet.

Es ist nun der fünfte Roman dieser Schriftstellerin und ich habe alle Bücher gerne gelesen. Bei "Das grosse Glück kommt nie allein" hatte ich Anfangsschwierigkeiten und habe das Buch immer mal wieder auf die Seite gelegt. Doch es hat mich nicht losgelassen. Nachdem ich dann rund 50 Seiten gelesen hatte, die Figuren kennen- und lieben lernten, viel es mir einfach das Buch in Rekordtempo fertig zu lesen. Kajsa Ingemarsson versteht es die Leser zu begeistern  und mir ihrem unkomplizierten Schreibstil in einer verständlichen Sprache die alltäglichen Nöten einer Schriftstellerin darzustellen. Die nicht mehr ganz junge Stella soll endlich ihre Krimiserie zu Ende schreiben, doch was macht man, wenn sich die Zeilen nicht auf Papier bringen lassen. Der alten Liebe nachtrauern? Oder sich von einem jungen Mann inspirieren lassen? In die Abgeschiedenheit zu gehen oder sich dem Schicksal stellen? Aber lesen Sie selbst. Schade, dass ich nun wieder warten muss, bis ein nächster Roman der schweedischen Schriftstellerin erscheinen wird.

Rosmarie Bernasconi 2011

Ingemarsson, Kajsa
Verlag: Krüger W. Gebunden.
ISBN   978-3-8105-1069-3
CHF 25.90

Das Buch ist auch im Buchladen Einfach Lesen erhältlich.

Elke Vesper (www.elkevesper.ch)

Buchcover: Die Wege der WolkenrathsHamburg im Mai 1933. Die Familie Wolkenrath lebt im grossen Haus an der Kippingsstrasse ein bürgerliches Leben. Wie überall in Deutschland wirft das Regime der Nationalsozialisten immer stärkere Schatten. Hitler will den Krieg und die Machthaber bereiten das Land darauf vor. Elke Vesper nimmt uns mit in die Kippingstrasse, wo die Umwälzungen den Alltag prägen: Der Veteran aus dem ersten Weltkrieg, unglücklicherweise ein mit einer Arierin verheirateter Jude, ein behindertes Kind, Kriegsgewinnler, Denunzianten und begeisterte Regimeanhänger, ein jüdischer Arzt – Verfolgte, Opfer und Täter bevölkern diese Epoche der Familiensaga. Der gesellschaftliche Riss geht quer durch die Hamburger Familie, wird immer breiter. Die meisten Frauen in der Familie stehen dem Hitler-Regime kritisch gegenüber, unterstützen Opfer und verstecken Verfolgte. Die Männer hingegen sind begeistert von der neuen Zeit, wenn auch aus sehr unterschiedlichen Gründen.

So ist für reichlich Konfliktstoff gesorgt. Was ist stärker: die Einflüsse der Zeit oder die Kraft, die in der Familie steckt? Liebe und Dramen, Freude, Leid, alles was dazugehört steckt zwischen den Buchdeckeln.

Die Familie ist erfunden, die Ereignisse der Zeit sind aber recherchiert und belegt. Gerade diese Einblicke in den Alltag, in die kleinen Ereignisse, die sich aus der hohen Politik ableiten, machen einen Besuch bei den Wolkenraths wertvoll, sind ein guter Grund, in die Leben von Lysbeth, Aaron, Stella, Jonny, Käthe, Alexander, Angela, kurz den Wolkenraths, einzutauchen.

Die  „Wolkenrath-Familiensaga“ besteht aus drei Romanen: "Die Frauen der Wolkenraths", dieser geht nahtlos in den Folgeband „Die Träume der Töchter“ und dann in „Die Wege der Wolkenraths“ über.

Peter Maibach (2011)



Buchinformation

Elke Vesper: Die Wege der Wolkenraths
Gebundene Ausgabe, 557 Seiten
Krüger – Verlag
ISBN 978-3-8105-2292-4

cover_bergeSieben Berge - Roman

Rosmarie Bernasconi  und Peter Maibach

Kaufen! Sie erstehen sich eine interessante, spannende Geschichte, ein Buch, das von liebenswerten, lebens- und abenteuerlustigen, verantwortungsvollen Menschen handelt.

Zugegeben – ich war skeptisch. Ich habe noch wenige Bücher gelesen, bei denen zwei Autoren gemeinsam ein Buch in einen wirklich lesbaren Fluss brachten. Rosmarie Bernasconi und Peter Maibach ist es gelungen. Sie geben ihren Figuren Charakteranlagen, mit denen der Leser gut zurecht kommt, sich mit der Verschiedenartigkeit der Menschen, mit ihren Eigenarten, Vorzügen und Schwächen identifizieren kann.

Stechend scharf erscheinen die beiden Hauptpersonen auf ihrer Reise durch ihre eigene Geschichte, manchmal vereint, dann wieder getrennt oder parallel. Da die quirlige Sophie – dort der beschaulichere Jakob. Sie begegnen sich erstmals im zarten Kindesalter im Bergdorf Toss. Sophie ist die Tochter des Ferienhausvermieters, Jakob der Sohn einer Familie aus der Stadt, die jedes Jahr am gleichen Ort Ferien macht. Sie mögen sich sehr die beiden, sie scheinen füreinander geschaffen zu sein.

Aber zunächst wollen die Hörner abgestossen werden. Sophie will hinaus in die weite Welt. Ihre Stationen sind Bern, Zürich, Lanzarote, London, New York. Überall macht sie Bekanntschaften, hat ihre Liebschaften, wird eine berühmte Fotografin.  Jakob hingegen fühlt sich mehr und mehr dem Dorf zugetan, erfindet eine Doppelklammer, die ihm soviel Geld einbringt, dass er sich in Toss wohnlich einrichten kann. Er sehnt sich nach Sophie, muss aber betrübt feststellen, dass sie immer wieder einen andern Liebhaber um sich hat. Deshalb schaut auch er sich nach intimer, weiblicher Gesellschaft um, was im Dorf, dem die Bewohner abhandenkommen, natürlich auffällt.

Als Spekulanten Toss zu einem Touristenmekka aufmöbeln wollen, setzt sich Jakob zusammen mit den verbliebenen Dorfbewohnern erfolgreich zur Wehr. Toss soll eine Oase der Ruhe und Erholung bleiben. Ein Grund für Sophie, der Hektik zu entsagen. Sie kehrt nach Toss zurück, in ihr umgebautes Elternhaus. Und das von den Lesenden von Anfang an erwartete Happy-End scheint Tatsache zu werden. Aber lesen Sie selbst. Die Autoren haben sich einen überraschenden Ausgang ausgedacht.

Teddy Buser (2010)


Buchinformation

Rosmarie Bernasconi  und Peter Maibach, Sieben Berge
Verlag EInfach Lesen, Bern
Taschenbuch IBSN 978-3-9523718-1-7
281 Seiten
CHF 25.-

Pedro Lenz

lBuchcover Der Goalie bin igDer Goalie lebt in Schummertal, einem Nest im Schweizerischen Mittelland, ein Dorf, wo jeder jeden kennt. So bleibt es niemandem verborgen, dass der Goalie wegen Drogenhandel ein Jahr in der Strafanstalt Witzwil einsass und jetzt die ersten Schritte in ein cleanes, geordnetes Leben unternimmt. Ein Job, etwas Geld im Sack und eine einseitige Liebe zur Kellnerin Regula halten ihn über Wasser.  Der Goalie ist ein „Lafericheib“, einer der erzählt und erzählt und sich in seinen ewigen Geschichten verschlüsselt mitteilt. Das versteht kaum einer, eigentlich erzählt der Goalie seine Geschichten nur sich selber, um seinem Leben Vergangenheit, Inhalt und Sinn zu geben. Er erzählt seine Geschichte, erzählt wie er zu seinem Übernamen kam, er lebt in ständigem Dialog mit sich selbst und seinen wenigen Zuhörern. Im Laufe der Geschichte kommt er seinen damaligen Freunden auf die Schliche, die ihn als Sündenbock für ein mieses Drogengeschäft ausgenutzt haben. Wie wird er damit umgehen?

Der Roman ist in Spoken Skript niedergeschrieben, also dem gesprochenen Wort von Pedro Lenz Mundart nachempfunden. Wer die markante Stimme von Pedro Lenz im Ohr hat, wird mit grossem Vergnügen lesen, wie der Goalie zu Regula sagt: „Gschichte si nid wi Zähn, wo nume zwöi Mou chömen und wenn se verbrucht hesch, isch fertig. Nei, d Gschichte wachsen immer wieder noche.“

Peter Maibach (2010)


Buchinformation

Pedro Lenz: Der Goalie bin ig
Paperback, 183 Seiten
Edition Spoken Skript
Verlag „der gesunde Menschenversand“ www.menschenversand.ch
ISBN 978-3-905825-17-6

Weitere Buchbesprechung bei el zu Pedro Lenz "Tanze wi ne Schmätterling" von Teddy Buser.