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Liebe macht lustig, Kate Saunders

Leichthändig und tiefgehend: Die romantische Komödie um verhinderte Ehebrecher, Katastrophen im Urlaubsparadies und die Liebe, die man nicht buchen kann. Beth ist sauer: Ihr Mann Charlie hat eine Woche Urlaub in Frankreich geplant - allerdings mit seiner attraktiven Kollegin Clare. Beth sorgt dafür, dass Charlie umbucht. Und Clare fällt aus allen Wolken, als Charlie im sonnigen Südfrankreich mit Frau und zwei schlechtgelaunten Teenager-Töchtern auftaucht. Das Hotel ist ein halbverfallenes Chateau mit undichtem Dach, betrunkener Köchin und wackligen Betten. Und die anderen Gäste stammen direkt aus einer schrägen Casting-Show: ein vielleicht schwules Pärchen, dösig-aristokratische Brüder aus Schottland und ein mysteriös attraktiver Internatsdirektor. Zwischen Traumurlaub und Alptraumlocation verstricken sich Charlie, Beth und Clare in einen köstlichen Sommernachtsverwechslungstraum, in dem schliesslich doch die Liebe erwacht.

Ein humorvolles Buch mit einer Situationskomik, die einem oft schmunzeln lässt. Nur schon, dass Beth und Charlie mit ihren beiden Töchtern das Badezimmer mit der Geliebten Clare teilen müssen finde ich speziell. Und dass Clare um Charlie buhlt, und andere Männer sich um Clare kümmern ... ich finde die Verwechslungskomödie witzig, wenn man teilweise den Ausgang erkennen kann ... aber nur teilweise. Ein Lesevergnügen ...

Rosmarie Bernasconi, 2010


Buchinformation

Liebe macht lustig, Saunders Kate
Fischer Taschenbuch CHF 15.90
ISBN 978-3-596-17937-4

antonioimJan, der mit Sara in die quirlige Italiener-Familie Marcipane  eingeheiratet hat, kennen wir bereits aus dem Vorgängeroman "Maria,  ihm schmeckt's nicht." Jan hat sich inzwischen recht gut an die grosse und laute Familie gewöhnt und findet sich damit ab, ein Leben lang bei den neuen Verwandten in Italien Ferien verbringen zu müssen, Panettone zu essen und in zu weichen Betten zu schlafen.

Antonio, der sich als Überlebenskünstler eine eigene Weltanschauung  zusammen gebaut hat, ist in Rente, aber keineswegs im Ruhestand. Er beschliesst, eine grosse Reise zu unternehmen, will seinen ursprünglichen Lebensplan wenigstens ein Bisschen nachholen: er will nach Amerika. Seine Frau Ursula muss das Haus bewachen und so hat Antonio seine Schwiegersohn Jan und seinen Freund etwas eigenartigen Benno auserkoren, ihn auf der Reise zu begleiten. Der wortkarge Benno reist als Übersetzer mit, Jan als Scout. Denn Antonio hat sich in den Kopf gesetzt, einen Jugendfreund, der nach Amerika auswanderte zu suchen. Es kommt, wie es kommen muss, von zehn möglichen Reisepannen treten zwölf ein und die drei Musketiere kämpfen mit den Tücken des amerikanischen Way of Life.

Neben den turbulenten  Reiseabenteuern erkennt Antonio, der es gewohnt ist im Zentrum zu stehen, dass Amerika zu gross für ihn ist. Zwar bleibt der Jugendfreund unauffindbar -  aber dafür lernen die drei Robert de Niro kennen, dessen Wurzeln ausgerechnet nach Campobasso, Antonios Heimatort reichen.

Peter Maibach (2010)

Buchinformation

Jan Weiler
Antonio im Wunderland
rororo, 266 Seiten
ISBN 978 3 499 24263 2

Das Herzenhören

herzenhoerenDas Herzenhören hat mir eine Kollegin empfohlen. "Das musst du unbedingt lesen", meinte sie begeistert. Der Titel sprach mich an, der Umschlag des Buches auch und so begann ich zu lesen. Eigentlich bin ich es mir gewohnt ein Buch gleich durchzulesen - aber bei diesem Buch gelang es mir einfach nicht. Immer wieder spürte ich, dass ich über Sätze im Buch nachstudieren wollte und musste. Ich wollte vom alten Mann mehr wissen. Geduld und Langsamkeit ist für dieses Buch gefragt.

Die junge New Yorker Anwältin Julia Win hat sich noch nie so fremd gefühlt wie in Kalaw, diesem malerischen, in den Bergen Birmas versteckten Dorf. Hierher hatte sie die Suche nach ihrem Vater geführt, der vor vier Jahren plötzlich verschwunden war. Ein vierzig Jahre alter Liebesbrief von ihm, gerichtet an eine Unbekannte, hatte Julia auf diese Spur gebracht. Und nun lauscht sie in dieser magischen Umgebung den Worten eines alten Mannes, der ihr die geheimnisvolle Geschichte ihres Vaters erzählt … Der alte Mann lässt Julia immer wieder am Schicksal ihres Vaters teilhaben  - Es ist eine Liebesgeschichte, die einem berührt und ein Buch, dass ich bestimmt ein zweites Mal lesen werde, um alles zu verstehen, was der Autor Jean-Phlipp Sendker in diesen Buchseiten verpackt hat.

Mit dem Herzenhören ist keine "schreiende Liebesgeschichte" sondern eine stille und aussergewöhnliche Geschichte, die einem zum Nachdenken anregt.

Herzlichen Dank Sylvie für deinen Buchtipp.

Rosmarie Bernasconi, 2010


Buchinformationen

Jean-Philipp Sendker / Das Herzenhören

288 Seiten
Roman Goldmann-Tb. Allgemeine Reihe. 45726.
CHF 14.90

Buchcover Maria, ihm schmeckt's nichtJan und Sara wollen heiraten - Jan ist Deutscher, Sara's Mutter ist Deutsche, ihr Vater Italiener. Ein Eingewanderter, das was früher administrativ steif und durchaus abschätzig als Gastarbeiter bezeichnet wurde. Mit der Heirat in eine italieneische Familie taucht der Erzähler Jan in eine ihm fremde Kultur ein, hin und her gerissen zwischen deutscher Gründlichkeit und lebensfroher Italianita. In dem ersten Teil überwiegen denn auch die komischen Situationen, in die der Jan gerät: üppiges Essen, das abzulehenen er sich aus Höflichkeit nicht getraut, sprachliche Verirrungen und eine unüberschaubare Familie. Sara steckt's mit einem Schulterzucken und einem Lächeln weg.

Mit der Zeit fassen Jan und sein Schwiegervater Antonio Vertrauen in einander. Jan ist aus Sicht des quirligen und redefreudigen Antonios "kein dummer Salat", ein Kompliment. Auf einer Reise nach Italien erzählt der lebenslustige Antonio dem Schwiegersohn seine Lebensgeschichte. Und spätestens hier ist fertig mit dem oft belächelten Mister Lustig: die kinderreiche Familie Marzipane, zugewandert aus Süditalien lebt als Aussenseiter unter ärmlichen Verhältnissen. Hartnäckig arbeitet sich der charmante Antonio hoch, investiert in technische Ausbildungen und Englisch, Amerika scheint das gelobte Land. Trotz aller Schlitzohrigkeit kommt Antonio nicht weiter als Deutschland, wo er sich ins Heer der Fremdarbeiter einreiht. Arroganz und Überheblichkeit schlägt dem jungen Italiener entgegegen und Neid und Missgunst. Antonio flüchtet in eine aufgesetzte Fröhlichkeit, lässt alle Anfeindungen abprallen. Zuhause in Italien wird er ebenso zum Fremden wie in Deutschland. Trotz allen Übervorteilungen und Rückschlägen kämpft sich Antonio und seine Familie im Norden Stufe um Stufe nach oben.

Jan's Einstellung zu Antonio Marzipane wandelt sich, dem schrulligen Italiener gegenüber ensteht Respekt für dessen kompromisslose Lebenskraft.

Fortsetzung: Antonio im Wunderland

Peter Maibach (2010)

Buchinformation

Jan Weiler
Maria, ihm schmeckt's nicht
Taschenbuch, 276 Seiten
Ullstein
ISBN 978-3-548-26985-6