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Buchcover zart besaitet und sensibel kompetentEin ansehnlicher Teil der Menschen gilt als hochsensibel, leuchten die Autoren dieser zwei Ratgeber aus. Empfindsame Menschen, die kreativ und gewissenhaft sind und ihre Umgebung intensiver wahrnehmen, leisten einen grossen und notwendigen Beitrag in der Gesellschaft. Sie sind aber verletzbar und werden oft ausgegrenzt und können leicht zu Ofern werden. Hochsensiblen Menschen fällt es oft schwer, ihren richtigen Weg zu finden, auch weil sich überfordern um ebenso so kräftig und normal wie die anderen zu wirken.

Diese beiden Bücher machen Mut, mit der eigenen Sensibilität bewusst umzugehen und seine Kräfte so einzuteilen, dass man als sensible  Person, als Partner von Sensiblen oder als Eltern von hochsensiblen Kindern Mittel findet, den Alltag zu meistern. Finden solche Menschen ein richtiges Gleichgewicht werden sie sich nicht überfordern und einen ausbalancierten Lebensstil zwischen Stimulation und Rückzug finden.

Das grüne Basisbuch "Zart besaitet" gibt eine Einführung ins Thema und bietet Hilfe im privaten Bereich. Das gelbe "Sensibel kompetent" bietet Hochsensiblen eine Gehhilfe durch die Berufswelt, in deren oft ruppigen Umgebung empfindliche Menschen unterzugehen drohen. Die Wahl eines geeigneten Berufs ist nicht einfach, aber die Suche nach einer passenden Umgebung lohnt sich. Beide Bücher lesen sich gut, sind mit vielen Beispielen und parktischen Hilfestellungen ausgerüstet.

Peter Maibach (2008)


Buchinformationen

FESTLAND Verlag - Wien
"Zart besaitet - Selbstverständnis, Selbstachtung und Selbsthilfe für hochsensible Menschen."
Georg Parlow - 247 Seiten. ISNB13 9783-9501765-0-6

"Sensibel kompetent - zart besaitet und erfolgreich im Beruf", Dr. Marianne Skarics
221 Seiten, ISNB13: 9783-9501765-2-0

Theresia Oblasser - Eine Bergbauernkindheit

Buchcover Köpfchen voller Licht und FarbenIn den Ferien, beim Stöbern in der schönen Buchhandlung in Zell am See stiess ich auf diesen Band aus der Serie „Damit es nicht verlorengeht“.

Die 1941 geborene Theresia Oblasser schildert in kurzen, griffigen Kapiteln ihr Leben als Bergbauernkind und Bäuerin im Pinzgau in Österreich. Der zeitliche Rahmen umfasst die Jahre nach dem zweiten Weltkrieg und reicht bis in die Zeit um 1960.

Vom schweizerischen „Heidi“ geprägt war es für mich um so spannender zu erfahren, wie es ein paar Reisestunden weiter weg den Menschen damals wirklich erging. Man spricht eine andere Sprache für dieselben Tätigkeiten, die vor allem viel körperliche Arbeit bedeuten. Einerseits herrschte Armut. Schuhe im Sommer sind Luxus, und wenn schon, dann schwarze und nicht braune, denn die schwarzen kann man zu jedem Anlass tragen. Unterhaltung ist die Ausnahme, strenge religiöse Regeln und wortkarge Bauern die Regel. Keine einfache Welt für ein Mädchen mit dem „Köpfchen voll Licht und Farben“ – und sonst allerlei Flausen und voller überschäumender Fantasie. Den inneren und äusseren Wandel jener Zeit beobachtet die junge Theresia aufmerksam und wertet später als Erzählerin behutsam.

So brachte der Strassenbau zwar willkommenen wirtschaftlichen Aufschwung. Dass die Welt näher rückt, war ein Vorteil, aber nicht nur. Brachten Hausierer früher noch Notwendiges auf den Berg, so schwatzten bald einmal wendige Vertreter den Bauern jeden Schnickschnack auf. Antiquitätenhändler entdecken die rustikale Romantik der Bauernmöbel und Werkzeuge - und übervorteilten so manchen. Seltsam mutete an, wie die vertrauten alltäglichen Gegenstände Einzug ins Heimatmuseum hielten.

Als die Stromleitung auf den Hof gezogen wurde, hörte endlich die Plackerei mit den ständig russenden Petroleumfunzeln auf. Ein Rundfunkgerät brachte Musik und das Weltgeschehen in die Stube. Aber die Magie des Kerzenglanzes am Weihnachtsbaum, das Lichterlebnis des Jahres schlechthin, ging im elektrischen Licht für immer verloren.

Peter Maibach (2008)


Buchinformationen

154 Seiten, mit Bildteil
ISBN 3 20577464 7
Böhlau - Verlag, Wien