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Blog Einfach Lesen

Capus, Alex - Das Leben ist gut

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«Das Leben ist gut» von Alex Capus
Humorvoll und treffend beschreibt Alex Capus das Leben in einer Schweizer Kleinstadt – sehr wahrscheinlich Olten, wenn man Capus‘ Leben kennt. Für mich ein äusserst lesenswertes Buch, mit einer surrealen Ebene und einer schönen Alltagsabsurdität.
Von Michel Oehler

 

Max ist seit fünfundzwanzig Jahren mit Tina verheiratet, sie ist die Liebe seines Lebens. Er betreibt eine kleine Bar, tagsüber bringt er das Altglas weg, repariert das Mobiliar - oder begibt sich auf die Suche nach einem ausgestopften Stierkopf, der unbedingt über dem Tresen hängen soll. Max liebt sein Leben, so wie es ist, seine Familie, seine Freunde. Das wird ihm einmal mehr bewusst, als Tina zum ersten Mal in ihrer gemeinsamen Ehe beruflich ohne ihn unterwegs ist. "Das Leben ist gut" verteidigt mit scharfem und versöhnlichen Blick, das, was im Alltag schnell übersehen wird. Es ist ein Roman über das Menschsein - vor allem aber eine Hymne an die Liebe.

In: Deutsch. H21.1 cm x B13.1 cm x D2.3 cm 364 g. 240 S. 2016.
Verlag: Hanser C. Fester Einband. UvP CHF 28.00
ISBN   978-3-446-25267-7
EAN   9783446252677

 

abauwaerts
„ABAUFWÄRTS“ von Werner Brechbühl

Erinnerungen, Geschichten, Alltägliches


Werner Brechbühl war bis zu seiner Pensionierung Lehrer und ihn kennt man auch als Liedermacher und Trauerredner. Es sind bunte, ernsthafte und humorvolle Kurzgeschichten, die zum Teil in der Matte handeln. Lassen Sie sich überraschen.

Das Buch ist erschienen, 176 Seiten ...  ISBN 978-3-9524061-5-1, Preis CHF 28.--


 

Anekdoten aus dem Emmental

bregumitpeekliPeekli, Peter Lerch,  wächst in den sechziger Jahren im Emmental auf, in Heimiswil. Der charmante Brägu ist Peeklis Vater, Mudle die stets besorgte Mutter. Peeklis Universum ist klein und aus heutiger Sicht angenehm heimelig. Die Mädchen und Buben im Dorf wachsen in einer geordneten, überschaubaren Welt auf. Die Freizeit ist knapp und will gut genutzt werden. Es fehlen die heutigen Ablenkungen, auch die selbstverständlichen elektronischen Hilfsmittel gibt es noch nicht. Leicht ist man versucht, sich dem heilen Bild hinzugeben. Jeder kennt jeden, Reisen ist eine Seltenheit, das Dorf  ist in sich geschlossen, die Rollen sind klar verteilt.  Doch Menschen sind und bleiben immer Menschen, die gleichen damals wie heute. Lerch geht auf die zwischenmenschlichen Nuancen ein, indem er den Reichtum der Dialekt-Verben erklärt, die in den Anekdoten vorkommen. In deren Abstufungen  wird sichtbar, welche berndeutschen Sprachkünstler im Alltag zu Wort kommen und mit subtilen Wortnuancen ihren Aussagen neue Richtungen zuweisen.

Diese Dialekt-Verben, die wir in unserem Berner Vorortquartier zur gleichen Zeit ähnlich benutzten, machen aus den Emmentaler Anekdoten mehr als nur eine charmante Geschichtensammlung aus einer Zeit, die gar nicht so fern ist.

Peter Maibach (2014)


Peter Lerch: Brägu mit Peekli
Haller und Jenzer
248 Seiten,  gebunden
ISBN-Nummer 978-3-033-04844-7

Hier ist das aufgelegte, Kochbuch für alle Fälle, das zuerst im Januar 2010 erschien und nach drei Wochen vergriffen war, zugegeben: bei einer ganz kleinen Auflage ...

kochbuch 01Heute heisst es, Koch- und Lesebuch für alle Fälle, weil die 15 Rezepte mit 16 Texten aus meiner publizistischer Tätigkeit ergänzt werden. Beim Kochen wie auch beim Schreiben gehe ich davon aus, dass diese kreativen Arbeiten genügend Zeit brauchen. (Aus dem Vorwort von Oswald Sigg)

Dieses Buch muss man als Ergänzung "Kochbuch für alle Fälle haben" sind doch neben den bekannten Menüs wie Militär-Käseschnitten oder Fischstäbli mit Pommes frites, spannende Texte aus dem Schaffen von Oswald Sigg zu lesen. Es sind Texte, die einem zum schmunzeln und zum Nachdenken anregen. Eine hervorragende Mischung von Literatur und Kochen.

Das Buch kann im Buchladen Einfach Lesen zum Preis von CHF 24.- bezogen werden, oder aber auch im Internet im EL-Shop - auf www.einfachlesen.ch

torteFranz Hohler, die Torte

Der alte Ernesto Tonini lag seit Jahren unansprechbar im Altersheim. Sein Zimmernachbar sagt, er höre nichts mehr, wolle schon lange sterben, könne aber nicht. Ein einziger Satz komme manchmal aus seinem sonst stummen Mund hervor: „Un giorno vanno trovare la torta“ – „Eines Tages werden sie die Torte finden“. So beginnt die Titelgeschichte von Franz Hohlers Band  „Die Torte“. Ernesto Tonini hatte in jungen Jahren als marxistischer Revoluzzer versucht, die in Locarno weilenden Konferenzteilnehmer, welche die Rolle Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg festlegen sollten, in die Luft zu jagen. Ein Missgeschick vereitelte das Attentat, die vorbereitete Bombe in der blechernen Tortenschachtel fiel in den Lago Maggiore. Der junge Ernesto verlor nur dank der Gutsprache der amüsierten Mrs. Chamberlain seine Stelle nicht. Die Geschichte aber liess ihm bis kurz vor seinem Tod keine Ruhe.

In einer andern skurrilen Geschichte erzählt Hohler von jenem Fotografen, der einen Scheck über Fr. 202.36 bei einer Bank einlösen wollte. Weil die Bank keine Rappen auszahlte, sah er sich gezwungen, der Bank den Rappen zu schenken, was ein heilloses Administrations „Gstürm“ auslöste, die Nerven des Fotografen auf die Folter spannte und ihn schliesslich ganz bös in die Bredouille brachte.

„Die Torte“ enthält zum Teil groteske Geschichten, die der hohlerschen Phantasiewelt entsprungen, die so logisch-unlogisch erscheinen. Weshalb sollte eine fremdländische Frau, welche der alten Waschmaschine entstieg, nicht plötzlich wieder verschwunden sein, wenn die alte gegen eine neue Waschmaschine ausgetauscht wird? Oder weshalb soll die Frauenärztin bei einer Geburtshilfe nicht eine Zeitreise von 600 Jahren und wieder zurück begangen haben?

In der allerletzten Geschichte des Bändchens legt Franz Hohler noch einen autobiografischen  Wunschtraum hin: Die Frau, die ihn auf der engen Treppe der Nôtre Dame in Paris anlächelte und auf den Mund küsste, erkannte er (leider) erst hinterher: Es war keine geringere als Prinzessin Diana am Tag vor ihrem tragischen Tod.

Teddy Buser (2011)


Buchinformation

Franz Hohler,Die Torte
Taschenbuch
IBSN-13  978-3-442-73451-1
206 Seiten