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Blog Einfach Lesen

Fabian, zehnjährig, besucht die vierte Klasse in einem kleinen Dorf weit hinten im Glarnerland. Wieder einmal sitzt er unruhig auf seiner Schulbank, wartet sehnsüchtig, bis der Schultag endlich zu Ende geht, damit er ins Freie darf. Immer wieder schaut er zum Fenster hinaus, betrachtet die wilden, durchsichtigen Regentropfen, die vor dem Fenster tanzen. Die Glocken der katholischen Kirche beginnen zu schlagen, im selben Moment läutet auch die Pausenglocke, der Unterricht ist vorbei.

In Windeseile packt Fabian seine sieben Sachen in den Schulsack, springt hoch, läuft zur Tür, reisst sie auf. Er dreht sich nochmals kurz um, ruft seiner Lehrerin zu: «Tschüss, Frau Jenny, bis morgen.» Weg ist er. Leichtfüssig rennt er die vier Treppen vom zweiten Stock hinunter und ruft begeistert: «Es regnet, es regnet, es regnet!» Frau Jenny schaut Fabian kopfschüttelnd nach, bevor sie sich von den andern Schülerinnen und Schülern verabschiedet.

Und hier ist die Geschichte zum Herunterladen.

Die verwöhnte Prinzessin

Es war einmal ..., so beginnen alle Märchen. Ich will Euch ein ganz spezielles Märchen erzählen, von einer Prinzessin. Eine Prinzessin in einem Märchen ist doch ganz gewöhnlich, werden sie denken, ja schon aber Albertine ist wohl etwas aus der Art geraten! Lasst Euch überraschen! Also dann beginne ich mit der Geschichte.

Albertine, so hiess die aus der Art geratene Prinzessin, war eine verwöhnte junge Frau. Sie besass alles, was ihr Herz begehrte. Ihr Vater König Leo las ihr jeden Wunsch von den Lippen ab und unternahm alles, um ihre Wünsche zu erfüllen. Nie musste sie um etwas bitten oder kämpfen. Doch glücklich, nein das war sie nicht. Immer wieder versuchte er, mit neuen Geschenken ihr Herz zu gewinnen, doch Albertine hatte an allem etwas auszusetzen. Nichts entsprach ihren Vorstellungen, König Leo, am Rande eines Nervenzusammenbruchs, versuchte es immer wieder von Neuem, seine Tochter zufrieden zu stellen, doch es gelang ihm nicht. Fremd blieb sie für König Leo.

Und hier ist die ganze Geschichte als PDF zum Herunterladen

Donnerstag, 17. September 2009

Billy Büchergestelll gegen Big Mac

billy
Ein Artikel ist mir heute im 20 Min. besonders ins Auge gestochen.

"Billy löst den Big Mac ab
Bereits legendär für den Kaufkraftvergleich ist der Big-Mac-Index. McDonald’s bekanntester Burger mit Rindfleisch, Zwiebeln, Salat und Gurken wird in über 100 Ländern gefuttert. Nun gibts für den Index aber Konkurrenz durch ein Büchergestell. Und die Schweiz schneidet im Regal-Vergleich besser ab als in der Frikadellen-Rangliste."

Diesen Vergleich kann ich tatsächlich nachvollziehen. Ich weiss nicht, wie viele Billygestelle ich in meinem Leben schon gekauft habe. Damals, es war glaube ich 1988, habe ich in der IKEA Spreitenbach 5 Billy Gestelle gekauft. Peter, mein damaliger Freund und jetztiger Ehemann, schraubte die 5 Gestelle in Wettingen zusammen. Gleichzeitig haben wir 6 weitere Gestelle für seine Wohnung in Bern erstanden. Nach dieser Kaufattacke schworen wir gemeinsam, nie mehr Billygestelle zu kaufen und vor allem keine mehr zusammen zu schrauben. Aber weit gefehlt. Nach rund zehn Jahren entschlossen wir uns alle Regale mit einem Kleber "zum mitnehmen" auf die Strasse zu stellen. Diese gingen jeweils weg wie "warme Weggli". Zwei/drei Jahre kamen wir mit andern Büchergestellen aus und dann packte uns das Billyfieber wieder. IKEA wir kommen - und schon hatte ich mein Auto vollgepackt mit nigelnagelneuen Billys.

Im 2006 richtete ich meinen Buchladen ein. "Bitte keine Billygestelle für den Laden", meinte ich etwas überheblich. "Gut, dann nehmen wir eben Journalist", sagte Peter. Dank Akkuschrauber schraubten wir die Journalist easy zusammen. Immerhin gut zwei Jahre fand ich die Journalistgestelle super. An Weihnachten 2008, wir hatten gerade nichts besseres zu tun, schraubten wir die zweijährigen Regale auseinander und stellten sie in den Keller. Am 27.12. um 09.00 in der früh stand ich vor den Toren der IKEA in Kirchberg. Ich füllte meinen kleinen Opel Corsa mit 2 Meter hohen Gestellen, selbstverständlich waren es Billy Regale. Die Verpackungen liess ich in Kirchberg, denn sonst hätte ich mein Auto nicht vollpacken können. Ein weiteres Mal wurden neue Büchergestelle montiert. Ich glaube ich habe in den letzten Jahren mehr Billygestelle gekauft als Hamburger gegessen.
 

Eine Glarnerin zieht ins Berner Matte-Quartier

Von Rosmarie Bernasconi, eine Geschichte aus dem weissen Elefanten,Quartiergeschichten aus der Berner Matte

Im Sommer 1990 zog ich als waschechte „Ausländerin“ von Wettingen nach Bern in die Matte. Ich wusste zwar, dass Bern die Hauptstadt der Schweiz ist und ich wusste auch, wo Bern geografisch liegt, aber von einem Matte-Quartier hatte ich zuvor noch nie etwas gehört.

Mit meinem Sprachgemisch aus Glarnerdeutsch und Zürcherdialekt bin ich hier in der Matte zumindest akustisch in der Fremde. Ich werde den Bernerdialekt kaum lernen. Die gemütliche, breite und wohlklingende Berner Sprache wird für mich immer eine schöne Fremdsprache bleiben, die wie Musik in meinen Ohren klingt. Auch das Matte-Änglisch, die Geheimsprache der alteingesessenen Mätteler, wird mir unverständlich bleiben.

und hier ist die ganze Geschichte als PDF zum herunterladen