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nacktbadeElfriede Vavrik, Nacktbadestrand

Zweimal war sie verheiratet, aber beide Ehen waren nicht glücklich. Der erste Mann nahm sich kaum Zeit für sie, der zweite war ein Alkoholiker. Der Sex war kaum vorhanden, sie erinnerte sich viele Jahre später nicht, ob sie jemals einen Orgasmus gehabt hätte.

Vierzig Jahre später – Elfriede Vavrik war bereits 79 – litt sie unter Schlafstörungen. Gleichzeitig hatte sie sexuelle Wachträume, versuchte sich mit dem Stiel einer Schaufel zu befriedigen. Aber auch das war schliesslich – unbefriedigend. Sie suchte einen Arzt auf, verlangte Medikamente, die ihr den Schlaf hätten bringen sollen. Doch der Arzt sagte, da hülfen keine Medikamente. Sie solle sich einen Freund, einen Liebhaber suchen.

 Elfriede gab Inserate auf, suchte darin Männer unter fünfzig Jahren, denn ältere hätten „es“ unter Umständen gar nicht gebracht. Sie erhielt Hunderte von Zuschriften. Manche waren derart unter der Gürtellinie, dass sie darauf nicht reagierte. Tatsächlich traf sie in der Folge einige Männer. Und siehe da, es klappte. Sie hatte mit ihnen, obwohl sie viel jünger waren, höchst befriedigenden Sex. Mit der Zeit hatte sie vier Liebhaber, die sie immer wieder aufsuchten und mit ihr ins Bett gingen. Mehr wollte sie nicht. Eine feste Liebesbeziehung suchte sie nicht.

Aus diesen Erlebnissen entstand „Nacktbadestrand“. Elfriede Vavrik beschrieb darin detailgetreu ihre vaginalen, klitoralen und oralen Sex-Erlebnisse, die ihr die gesuchte Befriedigung und auch den ersehnten Schlaf brachten. Das Buch enthält ausserdem eine Reihe Kurzgeschichten, allesamt reine Sexträume oder -phantasien. So wird das Buch eigentlich zu einem pornografischen Bändchen, das zweifellos seine Liebhaber finden wird.

Elfriede Vavrik wurde mit dem Buch sowie mit ihren Auftritten am Fernsehen berühmt.

Teddy Buser (2011)


Buchinformation

Elfriede Vavrik, Nacktbadestrand
188 Seiten, Taschenbuch
ISBN 978-3-548-28297-8