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Kurt Guggenheim

Buchcover Alles in allemNach der Lektüre von "Das Gute" von Kaspar Schnetzler (Buchbesprechung hier) erinnerte ich mich an Kurt Guggenheims Werk "Alles in Allem". Hauptdarstellerin ist auch hier die Stadt Zürich und zahlreiche ihrer Zeitgenossen. Die Zeitspanne umfasst die Jahre 1900 bis 1945. Ohne dem einen oder dem anderen Autoren Unrecht tun zu wollen, aus Sicht eines Berners ist "Alles in Allem" so etwas wie ein erster Band zu "Das Gute". Nicht minder spannend ist es, das Leben der  Buchpersonen, das sich mit historischen Fakten vermischt mit zu erleben.

Der Leser nimmt teil an einer Zeit des Aufbruches in der wirtschaftlichen Metropole an der Limmat. Die Einflüsse von zwei Weltkriegen und die damit verbunden antisemitischen Tendenzen, die auch in der Schweiz ihre unerfreulichen Blüten trieben, spielen eine ebenso wichtige Rolle wie der unaufhaltsame technische Fortschritt, der die Schweiz aus der "guten alten Zeit" in den Fokus der Weltwirtschaft zieht.

Ich habe damals als junger Leser mehr über die jüngere Zeitgeschichte der Schweiz - von links bis rechts - gelernt als in mancher Schulstunde. Spannende Zeitgeschichte verbunden mit echten Lebensgeschichten, die mich in das Buch hinein zogen - die über tausend Buchseiten liessen mich nicht mehr los und laden noch heute zum schmökern ein. Bei späteren Aufenthalten in Zürich gewannen Schauplätze des Romans ein Fundament.

Auf den Weg zurück in die Wirklichkeit hilft ein ausführliches Personenregister, welches Fiktion und Realität in Bezug zueinander setzt.

Peter Maibach (2008)


Buchinformationen

Alles in Allem
Kurt Guggenheim
1111 Seiten, gebundene, ungekürzte Ausgabe
Buchclub Ex Libris Zürich 1976
ISBN 978-3-445-04287-0